Monday 16. December 2019

Was tun bei Mobbing? - Gegenstrategien

Gegenstrategien - für Betroffene, BetriebsrätInnen und Personalverantwortliche

 

 

a) Was Betroffene tun können

  • Schreiten Sie rechtzeitig ein, wenn sich ein Konflikt entwickelt. Warten Sie nicht zu lange ab und versuchen Sie, ein klärendes Gespräch zu führen.

  • Suchen Sie BündnispartnerInnen und pflegen Sie Ihr soziales Netz.

  • Klären Sie für sich, ob sich ein Kampf für Sie lohnt, bzw. wie weit Sie gehen können und wollen.

  • Nehmen Sie Hilfe in Anspruch. (FreundInnen, Betriebsrat/-rätin, Arzt/Ärztin, PsychologInnen, Mobbingberatungsstellen,….)

  • Klären Sie rechtliche Schritte ab (Betriebsrat/-rätin, Rechtsberatung ÖGB, Arbeiterkammer)

  • Tun Sie alles, was in Ihrer Macht steht, um nicht in Isolation zu geraten. Nehmen Sie bei Ihren ArbeitskollegInnen die unterschiedliche Konfliktbeteiligung wahr.

  • Verhindern Sie, daß Sie sich selbst durch Kurzschlußreaktionen, wie das Setzen unbedachter Schritte oder die Unterzeichnung einer voreiliger Kündigung, schaden.

  • Legen Sie ein Mobbing - Tagebuch an. Wenn Sie Vorkommnisse, Uhrzeit, Datum und Beteiligte genau notieren, kann das als Beweismittel wichtig sein.

  • Stärken Sie ihre Eigenkompetenzen! Mobbing zielt drauf ab, Sie in Frage zu stellen. Was stärkt, ist gut! 

  • Achten Sie verstärkt auf Ihre Gesundheit und sorgen sie für Erholung und Entspannung.

  • Denken Sie darüber nach, ob es einen eigenen Anteil am Geschehen gibt, und holen Sie sich für die Bearbeitung dessen kompetente BegleiterInnen (SupervisorInnen, TherapeutInnen)  

(aus: Tipps für Betroffene von Mobbing von Dr. Christa Kolodej, 
Beratungsstelle "Work & People", Wien 
)

b) Was Betriebsrätinnen und/oder Sicherheitsvertrauensleute tun können

  • Verschaffen Sie sich einen Überblick über den Konflikt, und wer in welcher Form beteiligt ist.
  • Streben Sie Vermittlungsgespräche an, und achten Sie dabei auf Allparteilichkeit.
  • Achten Sie darauf, dass die Mobbingbetroffenen selbst ihre Bedürfnisse formulieren und an den Lösungsvorschlägen mitarbeiten. Treffen Sie keine Entscheidungen ohne Wissen der/des Betroffenen.
  • Wenden Sie sich an außerbetriebliche kompetente Mobbingberatung oder MediatorInnen, wenn Ihre Intervention keine Aussicht auf Erfolg hat.

(aus: Aktiv gegen Mobbing, Arbeiterkammer OÖ, 4/2006)

c) Was Personalverantwortliche oder ArbeitgeberInnen tun können

Wenn Sie mit Mobbingvorwürfen konfrontiert sind, sind Sie auf Grund der Fürsorgepflicht verpflichtet, einzugreifen.Um möglichst wenig Nährboden für Mobbing zu bieten ist Prävention wichtig

 

  • Fördern Sie ein offenes Gesprächklima im Betrieb.
  • Achten Sie bei Führungskräften auch auf die Sozialkompetenz.
  • Gestalten Sie Organisations- und Arbeitsabläufe klar und transparent.
  • Machen Sie immer wieder deutlich, dass Sie Mobbing als "Strategie zur Konfliktlösung" niemals dulden werden.
  • Schließen Sie eine Betriebsvereinbarung für partnerschaftlichen Umgang im Betrieb ab.

(aus: Aktiv gegen Mobbing, Arbeiterkammer OÖ, 4/2006)

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